schauinsland Hallen-EM 2026 in Heidelberg
Deutschland schlägt Spanien knapp mit 5:4 und wird Gruppenerster.
10. January 2026
In einem knappen Duell mit Spanien zeigte sich die die DHB-Auswahl in der ersten Hälfte zunächst effizient, ließen aber in der zweiten Hälfte etwas nach. Der Spielfilm.
Torschützen:
1:0 Anton Pöhling (3. Minute)
2:0 Nicolas Proske (6.)
3:0 Nik Kerner (8.)
3:1 Ferran Munoz (10.)
4:1 Nik Kerner (12.)
4:2 Pablo Roman (12.)
5:2 Anton Pöhling (24.)
5:3 Ignacio Cobos (26.)
5:4 Manuel Prol (39.)
Die erste Hälfte:
Die Deutschen kamen richtig gut ins Spiel. Die erste Großchance kam schon in der 1. Minute durch Proske zustande, der im Nachschuss den spanischen Keeper jedoch nicht überwinden konnte. In der 3. Minute erzielte Anton Pöhling den 1:0 Führungstreffer. Nach einer schönen Kombination von Boeckel und Schmidt-Didlaukies, der quer auf der anderen Seite des Schusskreises Pöhling fand und dieser präzise den Ball ins rechte lange Eck schlenzte. Im ersten Viertel zeigte sich die deutsche Mannschaft effizient vor dem spanischen Tor. In der 6. Minute erzielte Nicolas Proske in der 6. Minute die 2:0 Führung mit seinem Abschluss per Rückhand nach feinem Zuspiel von Kerner, der den freistehenden Proske in der Mitte bedienen konnte und dieser seinen 7. Turniertreffer markierte. Zuvor Vorlagengeber, erzielte Kerner, schön in Szene gesetzt von Schmidt-Didlaukies, gleich darauf in der 8. Minute das 3:0. Noch vor dem Pausenpfiff konnte Spanien jedoch den Anschlusstreffer zum 3:1 aus dem Nichts erzielen durch Ferran Munoz nach einer Strafecke (10. Minute).
Deutschland machte dennoch weiter und drückte aufs Tempo. Das 4:1 durch Nik Kerner fiel nach Tempogegenstoß und der erneuten Vorlage von Schmidt-Didlaukies in der 12. Minute. Postwendend antwortete Spanien mit dem Treffer zum 2:4 durch Pablo Roman, der mit seinem Rückhandschlenzer Keeper Ditzer aus halblinker Position überwinden konnte. Deutschland gelang es bis dahin immer wieder entscheidend, Druck auf den spanischen Spielaufbau zu machen und die spanischen Stürmer wurden nur selten, wie beim 4:2, vorne in Szene gesetzt. Ende des zweiten Viertels wendete sich das Blatt jedoch. Sowohl in der 17. Minute aus kurzer Distanz, als auch in der 20. Minute nach einer Strafecke hielt Ditzer exzellent und verhinderte weitere potenzielle Gegentreffer.
Die zweite Hälfte:
Die Deutschen kamen wieder gut aus der Pause und Anton Pöhling erzielte das 5:2 in der 24. Minute nach einem wunderbaren Spielzug, bei dem Nik Kerner eigentlich unmöglich durch das Brett eines spanischen Verteidigers mit seinem Pass Proske am Schusskreisrand fand und dieser auf Pöhling herüberlegte. Die Spanier ließen sich aber einfach nicht abschütteln und stellten sich als der erwartet schwere Gegner heraus. Ignacio Cobos konnte in der 26. Minute das 3:5 aus spanischer Sicht erzielen. Dabei scheiterte Cobos mit seinem Abschluss zunächst an Ditzer, bekam den Ball allerdings wieder, legte sich den Ball auf die Rückhand und traf ins lange Eck. Die Szene zeigte die Qualität und Abgezocktheit des spanischen Teams.
Spanien wurde in der Folge immer mutiger, und in der 33. Minute parierte Ditzer erneut herausragend beim Abschluss von Munoz und fälschte den Schlenzer ins Seitenaus ab. Eine weitere Riesenchance für Spanien in der 28. Minute konnte Cobos nicht verwandeln. Die Mannschaft vom Bundestrainer-Duo Rabente und Witthaus musste jetzt aufpassen, ihre komfortable Führung aus der ersten Hälfte nicht komplett zu verspielen. Konnte Ditzer kurz zuvor eine spanische Strafecke noch halten, war er beim Treffer durch den spanischen Kapitän Manuel Prol zum 4:5 in der 29. Minute nach einer weiteren Strafecke aus spanischer Sicht chancenlos.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Spanier bereits ihren Keeper für einen weiteren Feldspieler herausgenommen, konnten den Ausgleich in der letzten Minute allerdings nicht mehr erzielen. Die deutschen Herren konnten sich zum Schluss beinahe glücklich schätzen über den knappen Sieg und sich vor allem bei ihrem Keeper bedanken. So effizient sie in der ersten Hälfte noch waren, konnten sie die gleiche Offensivpower in der zweiten Hälfte nicht entfalten.
Die Szene des Spiels:
Der Monster-Save von Jasper Ditzer in der 33. Minute, bei dem er blitzschnell seine Hand ausfuhr und den Ziehschlenzer von Munoz parieren konnte. Ditzer zeigte vor allem heute seine ganze Klasse. Hockey-Deutschland muss sich im Herrenbereich auf der Torhüterposition in den nächsten Jahren überhaupt keine Sorgen machen.
Der Ausblick:
Nur wenige Stunden nach dem Spiel gegen Spanien geht es für die Hallen-Nationalmannschaft schon wieder weiter. Um 20:45 Uhr wartet im SNP dome Polen im Halbfinale. Im zweiten Halbfinale kreuzen Österreich und Spanien die Klingen. Start hier ist 19:20 Uhr. Beider Spiele werden von Magenta Sport live übertragen.
Die Stimmen zum Spiel:
Kapitän Anton Boeckel: “Wir wussten, dass es ein anderes Spiel wird als gestern gegen die Belgier. Wir haben in manchen Szenen die letzte Konsequenz vermissen lassen. Die Spanier sind dann eben auch gewitzt und schlitzohrig in Kreissituationen. Da kann man sich immer einen fangen. Es ist eigentlich gut, dass es so gelaufen ist. Auch im Hinblick auf unser nächstes Spiel. Wir müssen immer wach sein und aktiv bleiben.”