MV-Teams verpassen Aufstieg
Ergebnisse: Regionalliga-Religation
10. March 2026
Am Wochenende kämpften die Oberliga-Meister aus Mecklenburg-Vorpommern um den Aufstieg in die Regionalliga Ost. Sowohl die Damen des ATSV Güstrow als auch die Herren des Schweriner SC hatten sich mit starken Saisonleistungen für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Trotz großem Einsatz und zwischenzeitlicher Hoffnung reichte es am Ende jedoch für keines der beiden Teams zum Sprung in die dritthöchste Spielklasse.
Starker Kampfgeist der ATSV-Damen wird nicht belohnt
Bei gut gefüllter Halle begann die Aufstiegsrunde für die Damen des ATSV Güstrow mit der Partie gegen den Post SV Chemnitz. Die Gäste erwischten dabei den besseren Start und gingen bereits in der 3. Minute in Führung. Noch vor der Halbzeit erhöhte Chemnitz auf 0:2. Nach der Pause traten die ATSV-Damen deutlich mutiger auf und verkürzten in der 26. Minute durch Antonia Bürger auf 1:2. Obwohl die Güstrowerinnen weiter auf das Gästetor drückten ließ die Antwort der Chemnitzerinnen ließ nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später stellten sie den alten Abstand zum 1:3 wieder her. Im Schlussviertel setzte sich Chemnitz schließlich deutlich durch und gewann die Partie mit 6:1.
Im zweiten Spiel des Tages traf der Post SV Chemnitz auf den CfL 65 Berlin. Lange Zeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams beim Stand von 1:1 auf Augenhöhe agierten. In der Schlussphase wagte Berlin jedoch alles: Der CfL nahm die Torhüterin zugunsten einer zusätzlichen Feldspielerin vom Platz, um das Spiel noch in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Der mutige Versuch wurde jedoch nicht belohnt. Chemnitz eroberte den Ball und nutzte die Gelegenheit eiskalt: In der Schlussminute traf der Post SV Chemnitz ins leere Tor zum 2:1-Endstand und sicherte sich damit bereits vorzeitig den Aufstieg in die Regionalliga Ost.
Im abschließenden Spiel des Tages ging es für den ATSV Güstrow gegen den CfL 65 Berlin damit nur noch um einen versöhnlichen Abschluss der Aufstiegsrunde. Die Berlinerinnen gingen früh mit 2:0 in Führung, doch Güstrow zeigte Moral: Elena Bartel verkürzte zunächst auf 1:2, ehe Viktoria Bärsch nur zwei Minuten später den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Kurz vor der Halbzeit gelang Berlin jedoch erneut die Führung. Trotz engagierter Leistung und mehrerer Offensivaktionen gelang den Güstrowerinnen im zweiten Durchgang kein weiterer Treffer mehr, sodass die Partie 2:3 endete.
Foto: Franz Berkau
Schwerin verspielt Führung gegen Tresenwald
Anders als die ATSV-Damen gelang den Herren des Schweriner SC ein besserer Start in die Relegation. Gegen den Tresenwalder HC blieb das erste Viertel zunächst torlos, ehe im zweiten Abschnitt ein Doppelschlag von Robin Vatter und Oscar Böger den Schwerinern eine 2:0-Halbzeitführung einbrachte. In der zweiten Hälfte fand Tresenwald jedoch zurück ins Spiel, verkürzte im dritten Viertel zum 2:1 und glich kurz vor Schluss aus. In der letzten Minute gelang dem Tresenwalder HC schließlich sogar noch der Treffer zum 3:2-Endstand. Am Ende stand für die Herren des Schweriner SC somit eine bittere Niederlage zu Buche.
Im zweiten Spiel des Tages traf der Tresenwalder HC auf den HC Argo 04. Für den Schweriner SC hatte diese Partie eine besondere Bedeutung, denn nach der knappen Niederlage gegen Tresenwald mussten die Schweriner nun auf einen Sieg des HC Argo 04 hoffen, um ihre eigenen Aufstiegschancen vor dem abschließenden Spiel noch am Leben zu halten. Zunächst sah es nach einer klaren Angelegenheit für den Tresenwalder HC aus. Bereits im ersten Viertel gingen sie in Führung und bauten diese im zweiten Abschnitt auf 3:0 aus. Doch der HC Argo 04 kämpfte sich eindrucksvoll zurück in die Partie. Innerhalb weniger Minuten im dritten Viertel verkürzten die Berliner zunächst auf 3:1 und 3:2, ehe ihnen sogar der Ausgleich gelang. Kurz darauf drehte Argo das Spiel vollständig und ging erstmals mit 4:3 in Führung. Im Schlussviertel gelang Tresenwald zwar noch einmal der Ausgleich zum 4:4, doch Argo blieb gefährlich und nutzte in der 38. Minute erneut eine Chance zum 5:4-Siegtreffer.
Damit stand für den Schweriner SC im abschließenden Spiel gegen den HC Argo 04 ein echtes Endspiel um den Aufstieg an. Die Berliner erwischten jedoch den besseren Start und lagen bereits zur Halbzeit deutlich mit 0:4 in Führung. Schwerin versuchte im weiteren Spielverlauf noch einmal zurückzukommen, doch Argo blieb effizient vor dem Tor. Oscar Böger gelang kurz vor Schluss noch der Ehrentreffer für den SSC, ehe Argo mit dem Treffer in der Schlussminute den 6:1-Endstand herstellte. Am Ende setzten sich somit die Herren des HC Argo 04 mit zwei Siegen als Aufsteiger durch.
Der Hockey-Verband Mecklenburg-Vorpommern gratuliert beiden Aufsteigern ganz herzlich und wünscht viel Erfolg in der nächsten Hallensaison!
Foto: Dietmar Albrecht